Schreiner und Tischler sind Bezeichnungen für ein und denselben Beruf

Regional schwankt die Bezeichnung zwischen Schreiner und Tischler. In der Gesellenprüfung und der Meisterprüfung wird der amtliche Begriff "Tischler" verwendet

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Tischler gestalten Lebensräume

Tischler gestalten die Räume ihrer Kunden persönlich – vom einzelnen Möbel über den Fußboden und die Treppe bis zum kompletten Innenausbau:

Flurmöbel, Badmöbel, Bücherregale, Massivholzesstische und Multimedia-Wohnzimmerschränke gehören genauso zu ihrem Repertoire wie Küchen einschließlich der Küchengeräte oder Dachschrägenschränke.

Tischler nehmen sich für jeden einzelnen Kunden Zeit – denn die Beratung, aus der die individuelle Planung erwächst, ist die Basis ihrer Arbeit. Auf die ausführliche Beratung und Planung folgt die effiziente Fertigung mithilfe traditioneller Handwerkstechniken, aber auch mit modernen und häufig computergesteuerten Maschinen.

Auch für Fenster, Haustüren und Innentüren sind Tischler die richtigen Ansprechpartner. Dazu gehört, dass sie sich auch mit dem Einbruchschutz auskennen:

Tischler wissen, welche Sicherheitsmaßnahmen an Fenstern und Türen besonders wirkungsvoll sind, um Langfinger sicher fern zu halten.

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Einbruchschutz:

Für mehr Infos bitte dem Bildlink folgen

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Licht

Einrichten mit Licht

Tischler geben Tipps für das richtige Licht in Räumen und Möbeln

Beleuchtung setzt Akzente: Mit Licht lässt sich ein Raum strukturieren.
Bild: Häfele

Möbel mit integriertem Licht liegen im Trend. Wenig bekannt ist, dass Tischler nicht nur Räume einrichten, sondern dass sie auch gleich noch für das passende Licht im Möbel sorgen können. Das ist nicht nur praktisch, sondern es kann auch die Atmosphäre im Raum verändern – und sogar den Schlaf beeinflussen.

Eine Küchentheke, die von innen leuchtet, schöne Bildbände, die im Regal in Szene gesetzt werden, das Erbstück, das in der Vitrine funkelt: Gerade in der dunklen Jahreszeit sorgen mehrere, gezielt gesetzte Lichtquellen in Möbeln für eine angenehme Atmosphäre. „Im Gegensatz zur industriellen Konfektionsware, die auf Masse setzt, bauen wir Tischler für jeden unserer Kunden sein persönliches Einzelstück. Auf Wunsch auch mit integrierter Beleuchtung, die auch wirklich zum Möbel und dem Platz, das es in der Wohnung einnehmen soll, passt“. Die kleinen, stromsparenden LEDs, die wesentlich weniger Wärme abgeben als frühere Leuchtmittel, machen es möglich: „Licht im Möbel kann wunderschöne Effekte erzielen, sollte aber immer mit Bedacht eingesetzt werden, da man dabei auch vieles falsch machen kann“. So können kaltweiße LEDs im Möbel unter Umständen blenden. Auch farbige LEDs sollten mit Bedacht gewählt werden: „Vermeiden sollten Sie grünes und blaues Licht. Grün lässt selbst ein gebräuntes Urlaubsgesicht ungesund erscheinen und Blau kann sogar gefährlich werden, da es die Konturen verschwimmen lässt“. Vor allem an Treppen hat blaufarbenes Licht aus Sicherheitsgründen nichts zu suchen.

„Schwebende“ Möbel
Eine besonders schöne Stimmung erzeugen warmweiße LEDs, die indirektes, diffuses Licht abgeben – zum Beispiel unter einem Sideboard oder unter einer Kücheninsel: „Das lässt Möbel aussehen, als würden sie schweben – ein toller Effekt! Allerdings sollten Kunden vorher bedenken, dass dann häufig unter dem Möbel saubergemacht werden muss, da dann jede Fluse unter dem Sideboard zu sehen ist“. Besonders stimmungsvoll im Wohnbereich sind sogenannte „Retro“-Leuchten. Sie imitieren das warme, goldene Licht der längst ausgemusterten Glühbirnen, indem sie den blauen Lichtanteil aus den LEDs herausfiltern. „Allerdings würde ich jungen Leuten dieses Licht, das sie gar nicht mehr gewohnt sind, eher nicht anbieten. Sie empfinden es meist schlichtweg als zu dunkel“, sagt Mustermann.

Beleuchtung beeinflusst den Biorhythmus
Kerzenschein wirkt warm und gemütlich, Licht von Leuchtstoffröhren eher kühl und es macht wach: Licht beeinflusst nicht nur unsere Stimmungen und unser Wohlbefinden, sondern auch unseren Schlaf. Denn Licht wirkt sich unmittelbar auf unseren Biorhythmus aus. Kaltweißes Licht mit hohem Blauanteil im Bad ist vor allem im Winter hilfreich, um morgens richtig wach zu werden. Es imitiert Tageslicht und stoppt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, sodass man sich gleich viel fitter fühlt. Abends und nachts ist das jedoch eher ein Nachteil – im schlimmsten Fall kann es zu Schlafstörungen führen, wenn man sich abends Licht mit hohem Blauanteil aussetzt. „Die meisten Menschen haben nur eine Standardbeleuchtung im Bad, die abends und nachts aber leider ungewollt wachmacht. Mindestens zwei unterschiedliche Beleuchtungsmöglichkeiten im Bad zu haben, ist keine Spielerei, sondern sinnvoll, weil sie den Biorhythmus unterstützt“. Auch im Schlafzimmer sollte beim Leselicht eher eine warmweiße Variante gewählt werden. Das sanfteste Licht in Bad und Schlafzimmer hilft allerdings nichts, wenn man kurz vor dem Schlafen noch vor einem Monitor sitzt, denn auch die LCD-Bildschirme von Smartphones, Tablets und Fernsehern haben einen wachmachenden Effekt. Er wirkt dann intensiv, wenn keine weitere Lichtquelle im Raum an ist, da durch die geweiteten Pupillen besonders viel blaues Licht in die Augen einfallen kann. Auf der sicheren Seite ist man hier mit einem Blaufilter, der abends und nachts per App oder bei neueren Geräten auch über die Einstellungen aktiviert werden kann.

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Stauraum

in dem die alltäglichen Sachen ordentlich verstaut werden können.

Mit maßangefertigten Schränken geht auch unter Dachschrägen kein wertvoller Raum verloren.
Bild: Häfele


Dachschrägen bieten Stauraum
Doch wie werden diese Dinge am besten aufbewahrt? Ein Großteil dessen, was Sie nicht regelmäßig nutzen, kann aus den Schränken, die Sie täglich öffnen, verschwinden. Am besten ist es, wenn jedes Ding seinen festen Platz bekommt und staubfrei hinter verschlossenen Schranktüren aufbewahrt wird. Oftmals ist der Dachboden ein guter Ort, denn Dachschrägen bieten viel Stauraum, wenn die Möbel passend gestaltet werden. Mit einem ausgebauten Dachboden, der nicht nur als Abstellkammer genutzt wird, gewinnt man zudem wertvollen Wohnraum.


Mit Türen, Schrankauszügen und Schubladen entstehen unter einer Treppe individuelle Stauraum-Lösungen
Bild: Chris Stock

Stufe für Stufe mehr Platz
Maßgefertigte Einbauschränke, die sich über die Wandbreite bis unter den Dachfirst erstrecken, bieten den notwendigen Stauraum und halten gleichzeitig die Flächen in der Mitte des Raumes frei. Wer viele Bücher hat, kann diesen Raum alternativ auch als Regal nutzen, das an die Schräge angepasst wird. Großes Potenzial bieten auch die eigentlich „toten“ Räume in Nischen und unter Treppen. Jacken, Mützen, Schuhe, Handtaschen und Regenschirme – insbesondere im Flur werden viele Gegenstände aufbewahrt. Lassen es die baulichen Gegebenheiten einer Treppe zu, können diese Utensilien elegant und platzsparend unter den Stufen verstaut werden.“

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Stundenverrechnungssatz

Wie hoch ist der durchschnittliche vollkostendeckende Stundenverrechnungssatz des Tischlerbetriebs in Nordrhein-Westfalen und wie setzt er sich zusammen? Hier gibt es die Erklärung:

Im Jahr 2016 betrug der vollkostendeckende durchschnittliche Stundenverrechnungssatz nach dem Bundesbetriebsvergleich im nordrhein-westfälischen Tischlerhandwerk inklusive 19% Umsatzsteuer 69,21€

In dem Stundenverrechnungssatz ist ein Zuschlag in Höhe von 8% für Wagnis und Gewinn enthalten

Der Netto-Stundenverrechnungssatz setzt sich zusammen aus:

dem Stundenlohn, den Lohngemeinkosten, den Betriebsgemeinkosten und dem Zuschlag für Wagnis und Gewinn

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Bonusprogramm Handwerkerrechnungen beim Finanzamt einreichen

Ob Eigentümer oder Mieter, ob Schönheitsreperatur oder Modernisierung - der Staat übernimmt ab 1. Januar 2009 bis zu 1200 Euro der mit der Leistung verbundenen Lohnkosten im Jahr.

Ab 1. Januar 2009: 20 Prozent von maximal 6.000 Euro für Renovierung, Erhaltung und Modernisierung im privaten Haushalt werden als Bonus von der Steuerschuldabgezogen – also bis zu 1.200 Euro pro Jahr und Haushalt (gemäß neuem § 35a Abs. 3 EStG).

Für Handwerkerleistungen, die keine Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen sind, jedoch auch im eigenen Haushalt erbracht werden (z. B. Reinigen der Wohnung durch einen Fensterputzer), kann zusätzlich der allgemeine Steuerbonus zur Förderung privater Haushalte in Anspruch genommen werden (§ 35a Abs. 2 EStG). Dieser Steuerbonus wird in Höhe von bis zu 4.000 Euro (20 Prozent von maximal 20.000 Euro) gewährt.

Wann und wo gibt es den Steuerbonus?

Im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung reichen Sie alle Handwerkerrechnungen des betreffenden Jahres und Zahlungsnachweise beim Finanzamt ein. Der Zahlungszeitpunkt ist dabei für das Jahr der Berücksichtigung maßgebend. Der Steuerbonus wird dann mit der festgesetzten Einkommensteuer verrechnet.

Quelle:

Zentralverband des Deutschen Handwerks Abteilung Steuer- und Finanzpolitik Mohrenstraße 20/21 | 10117 Berlin Telefon: 030/2 06 19-0 | Telefax: 030/2 06 19-460

Internet: www.zdh.de und www.handwerk.de

Link zum Flyer beim ZDH (Zentralverband des Deutschen Handwerks)

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Qualifikation der Betriebe

Tipp:

Lassen Sie sich die Qualifikation der Betriebe nennen.

Am Besten fahren Sie mit einem Meisterbetrieb der in der Handwerksrolle für das Vollhandwerk Tischler eingetragen ist (nach Anlage A der Handwerksordnung).

Nur sogenannte Vollhandwerker, die eine Meisterprüfung abgeschlossen haben, garantieren meisterliche Arbeit.

Daneben gibt es selbständig Tätige, die keine Vollhandwerker sind, also ohne Handwerksmeisterqualifikation. Diese Betriebe verrichten handwerksähnliche Arbeiten wie zum Beispiel Fenstermontagen eines Bauelementevertriebs.

Dabei gilt:

Betriebe nach Anlage B2 der Handwerksordnung dürfen keine Maßarbeit herstellen, bearbeiten und reparieren. Die Betriebe nach Anlage B2 dürfen zum Beispiel nur vorgefertigte industriell hergestellte oder von einem Vollhandwerker hergestellte Waren als zugekaufte Bauteile einbauen. Dabei dürfen sie diese "Normbauteie" aber nicht verändern, reparieren und auch nicht anpassen.

Dazu der folgende Auszug aus der Handwerksordnung:

Anlage B2 Handwerksähnliche Gewerbe

Verzeichnis der Gewerbe, die als handwerksähnliche Gewerbe betrieben werden können (§ 18 Abs. 2); Abschnitt 2: Handwerksähnliche Gewerbe

1. Eisenflechter

2. Bautentrocknungsgewerbe

3. Bodenleger

4. Asphaltierer (ohne Straßenbau)

5. Fuger (im Hochbau)

6. Holz- und Bautenschutzgewerbe (Mauerschutz und Holzimprägnierung in Gebäuden)

7. Rammgewerbe (Einrammen von Pfählen im Wasserbau)

8. Betonbohrer und –schneider

9. Theater- und Ausstattungsmaler

10. Herstellung von Drahtgestellen für Dekorationszwecke in Sonderanfertigung

11. Metallschleifer und Metallpolierer

12. Metallsägen-Schärfer

13. Tankschutzbetriebe (Korrosionsschutz von Öltanks für Feuerungsanlagen ohne chemische Verfahren)

14. Fahrzeugverwerter

15. Rohr- und Kanalreiniger

16. Kabelverleger im Hochbau (ohne Anschlussarbeiten)

17. Holzschuhmacher

18. Holzblockmacher

19. Daubenhauer

20. Holz-Leitermacher (Sonderanfertigung)

21. Muldenhauer

22. Holzreifenmacher

23. Holzschindelmacher

24. Einbau von genormten Baufertigteilen (z.B. Fenster, Türen, Zargen, Regale)

25. Bürsten- und Pinselmacher

26. Bügelanstalten für Herren-Oberbekleidung

27. Dekorationsnäher (ohne Schaufensterdekoration)

28. Fleckteppichhersteller

29. Klöppler

30. Theaterkostümnäher

31. Plisseebrenner

32. Posamentierer

33. Stoffmaler

34. Stricker

35. Textil-Handdrucker

36. Kunststopfer

37. Änderungsschneider

38. Handschuhmacher

39. Ausführung einfacher Schuhreparaturen

40. Gerber

41. Innerei-Fleischer (Kuttler)

42. Speiseeishersteller (mit Vertrieb von Speiseeis mit üblichem Zubehör)

43. Fleischzerleger, Ausbeiner

44. Appreteure, Dekateure

45. Schnellreiniger

46. Teppichreiniger

47. Getränkeleitungsreiniger

48. Kosmetiker

49. Maskenbildner

50. Bestattungsgewerbe

51. Lampenschirmhersteller (Sonderanfertigung)

52. Klavierstimmer

53. Theaterplastiker

54. Requisiteure

55. Schirmmacher

56. Steindrucker

57. Schlagzeugmacherergleiche

Quelle: Handwerkskammer-Düsseldorf.de/service/anlage_b2.html